Dieser Artikel gibt einige Grundlagen zur sprachlichen Kommunikation in unseren Events, ebenso wie einige der standardisierten Meldungen, welche auch wichtig sind um sich als Führungsperson zu qualifizieren.

Grundlegendes

Deutsch, englisch, klingonisch?

Als deutschsprachiger Clan ist, wie die Bezeichnung schon sagt, deutsch unsere „Dienstssprache“. Wir setzen voraus, dass Du deutsch in mündlicher und schriftlicher Form soweit beherrschst, dass Du verstehst, was von Dir gewollt wird und dass Du Dich verständlich machen kannst.
Manchmal wirst Du auch die englische oder russische Sprache hören, das ist dann aber erweitertes Rollenspiel, wird gerne gesehen, bedarf aber der vorigen Absprache der Beteiligten (Beipiel wäre da Air Traffic Control). Bei missionskritischer Kommunikation gilt aber, Effektivität ist wichtiger als Rollenspiel. Das heißt: sollte die andere Sprache hindern, wird in die deutsche Sprache gewechselt.
Es gibt nur eine Ausnahme, bei der Zusammenarbeit mit anderssprachigen Clans, kann es eine Slottungsvoraussetzung für Führungskräfte sein, dass sie die für dieses Event vereinbarte Sprache beherrschen (üblicherweise englisch).

Hä?! Was hat sie/er gesagt?

Manchmal erschwert der Umgebungslärm (Gefechte, Fahrzeuge) oder die falsche Reichweiteneinstellung bei ACRE² unsere Kommunikation. Deshalb immer auf Ansprache reagieren, egal wer zu Dir spricht: antworte! Stelle eine Rückfrage oder sag etwas wie „Verstanden“, „Erkannt“ etc. Damit kann die sprechende Person sicher sein, dass sie auch verstanden wurde und irgendwie ist es auch eine Frage der Höflichkeit.
Sind keine Funkgeräte vorhanden, erfolgt die Informationsweitergabe nach dem Prinzip weitersagen. Jede/r wiederholt gehörte Befehle und Meldungen, so wird Schreien unnötig und Jede/r ist eingebunden.

Standardisierte Kommunikation

Kontaktmeldungen

Kontaktmeldungen sind das Wichtigste, wenn es um Kommunikation auf dem Schlachtfeld geht. Dabei ist es wichtig, richtig einzuschätzen, wie ausführlich und schnell die Meldung kommen muss. Je mehr Elemente der Kontaktmeldung im ersten Anlauf gegeben werden, desto schneller wissen Alle worum es geht, desto schneller kann gehandelt werden. Droht eine unmittelbare Gefahr vom gesichteten Feind sollten zumindest die wichtigsten Informationen gemeldet werden. Manchmal kann es auch notwendig sein, zuerst zu bekämpfen und dann zu melden.
Wenn Du wenig weißt, gib durch was Du weißt!

Kontaktmeldungen haben ein Schema, an dass sich gehalten werden sollte:

  1. Kontakt!
  2. Wo? (Richtung, Entfernung, nähere Ortsbeschreibung)
  3. Wer? (Fraktion, Waffengattungen, Anzahl)
  4. Wie? (Bewegungsrichtung, Verhalten)
  5. Was? (eigenes Verhalten)
  • Beispiel 1 (unmittelbare Gefahr): „Kontakt! Kampfpanzer voraus, Dreihundert“
  • Beispiel 2 (mittelbare Gefahr) „Kontakt! Richtung Null Vier Fünf, Entfernung Zwo Fünf Null, Einzelschütze in Baumkrone, ich bekämpfe“
  • Beispiel 3 (keine unmittelbare Gefahr): „Kontakt! Richtung Drei Zwo Null, Entfernung circa EinsVierhundert, links neben Haus an Waldkante, feindliche Infanterie sechs plus ein Fennek unbewaffnet, ziehen sich Richtung Wald zurück, ich beobachte“

Feuerstatus

Oft wird ein/e Vorgesetzte/r so etwas wie “Feuerstatus: Gelb” von sich geben. Dabei geht es darum, unter welchen Bedingungen Du Gebrauch von Deiner Waffe machen sollst.

Es gib drei Feuerstatus:

  1. Rot: Nicht schießen, es sei denn Dein Leben ist in unmittelbarer Gefahr!
  2. Gelb: Nicht schießen, es sei denn, eine eigene oder eine verbündete Einheit ist in Gefahr!
  3. Grün: Feuer frei auf erkannte und bekämpfbare Ziele, nach Situation oder Befehl auch Unterdrückungsfeuer. Mach’ sie fertig!

ACE-Report

Der ACE-Report hat, vom Namen abgesehen, nichts mit der ACE³-Mod gemein. A-C-E steht dabei für Ammunition-Casualties-Equipment, also Munition-Verwundete-Ausrüstung. Der ACE-Report ist eine schnelle, oberflächliche Weise, den Status der Einheit zu überprüfen. Ein ACE-Report wird somit üblicherweise nicht von einfachen Soldat/innen gefordert, sondern immer von Einheitenführer/innen, willst Du von Deinem/Deiner Buddy wissen, wie es Ihr/Ihm geht frage es einfach formlos!

Um eine Antwort auf die Forderung nach einem ACE-Report geben zu können, wird Dein/e Vorgesetzte/r Dich üblicherweise auch formlos fragen, ob bei Dir alles in Ordnung ist. Halte Dich knapp in Deiner Meldung.

Bei Gruppe W wird ein ACE-Report zumeist in Farben gegeben:

  1. Grün: voll kampffähig/angriffsfähig
  2. Gelb: eingeschränkt kampffähig/verteidigungsfähig
  3. Rot: nicht kampffähig

Die Meldung eines/einer Gruppenführer/in könnte also lauten: „Grün; Rot; Gelb“.
Übersetzt würde diese Meldung etwa bedeuten: „Wir sind alle nicht oder leicht verwundet; die Munition reicht nur noch für die individuelle Selbstverteidigung; sonstige Ausrüstung, besonders San-Material, wurde verwendet, reicht aber noch“.

SitRep (Lagebericht)

Die Abkürzung SitRep steht für Situational Report und soll die Lage einer Einheit wiedergeben. Er wird entweder von der führenden Einheit (Zugführung o.ä.) angefordert oder selbständig nach Veränderung der Lage an diese gegeben. Der ACE-Report kann Teil einer Lagemeldung sein.

Lagemeldungen haben ein Schema, an dass sich gehalten werden sollte:

  1. Wer? (ist die meldende Einheit)
  2. Wo? (befindet/befand sich die meldende Einheit)
  3. Was? (tut oder tat die meldende Einheit, was wird sie tun?)
  4. Wann? (wurden oder werden die Handlungen durchgeführt)
  • Beispiel 1: „2. Gruppe in befohlener Stellung, erwarte Befehle.“
  • Beispiel 2: „Alpha befindet sich in Objekt >Sinus<, wir hatten Feuerkampf mit motorisierter Gruppe in nordostwärtiger Richtung, Feind zerschlagen, Zeit: vor zwo Minuten, ACE-Report folgt in drei.“

SpotRep (Aufklärungsmeldung)

Aufklärungsmeldungen werden durch mit Erkundung oder Aufklärung beauftragte Einheiten gegeben oder wenn eine Einheit durch längere Beobachtung mehrere Kontaktmeldungen zusammenfassen kann. Die gebenden Einheiten können Buddyteams, Aufklärungseinheiten zu Fuß oder auf Fahrzeugen, ebenso wie Drohnenbediener/innen, Sniperteams etc. sein.

In der Struktur unterscheidet sich die Aufklärungs- oder Erkundungsmeldung wenig von der Kontaktmeldung, es kommt nur die zeitliche Komponente dazu:

  1. Wann? (wurde die Beobachtung gemacht, dauerhaft, einmalig oder wiederholt)
  2. Wo? (genaue Ortsbestimmung)
  3. Wer? (Fraktion, Waffengattungen, Anzahl)
  4. Wie? (Bewegungsrichtung, Verhalten)
  5. Was? (eigenes Verhalten)